Sonnige bis wolkige Touren und Radsport

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Schnee oder nicht Schnee? Das ist hier die Frage!

15.01.2017

 

So oder so ähnlich sahen meine Gedanken vor dem 2. Lauf zur WWBT in Werne aus. Der Wetterbericht gab in den letzten Tagen so ziemlich alles her was man sich vorstellen konnte. Morgens beim Start in Dortmund war es kalt, aber trocken. Von Schnee keine Spur. Also auf nach Werne. Auf der Autobahn auch alles frei. Dann, ein paar Kilometer vor Werne, Schnee! Echter weißer Schnee! Also doch richtiger Winter. Na gut ein knapper cm Schnee ist noch nicht richtig Winter. Aber wenigstens war es kalt.


Jede Menge Getümmel am Start. Da ich etwas spät dran war, ging es direkt zur Anmeldung und dann an den Start. 

 


Auch die ersten Meter über Waldpfade waren noch sehr winterlich. Also vorsichtig warm fahren. Traktionsprobleme hatte ich allerdings anfangs nicht.

 

Dann kam die Schlammpassage wo letztes Jahr viele stecken blieben. Dieses Mal war der Schlamm nicht ganz so zäh und tief, dafür aber dünnflüssiger. Entsprechend sah das Rad nach kurzer Zeit aus.

 

Die erste Kontrolle am Sportplatz in Cappenberg bot dann nach ca. 17 km eine kurze Pause. Die Feuerstelle zum aufwärmen nutzte ich allerdings nicht. Nur nicht verweichlichen. 


Dann ging es auf die 20 km Schleife der 50er Strecke. Hier wurde das Teilnehmerfeld schon etwas dünner. Unterwegs gab es dann sogar noch einen Abzweig auf eine 80 km Strecke. Mir reichten die 50 völlig aus. Die Stempelkontrolle auf der Schleife fehlte dieses mal, was mich etwas irritierte, aber richtig war, wie ich später erfuhr. Dann traf ich auf einen Fahrer mit losen Speichen. Eine beachtliche Acht zierte bereits das Hinterrad. Mit meiner Zange konnte er die Speichen wieder etwas fest ziehen. Da er Scheibenbremsen hatte schliff wenigstens nichts.

 

Dann kam ich ein zweites Mal zur Kontrolle in Cappenberg. Ein heißer Tee und ein Stück Banane und weiter ging es. Von hier waren es nur noch 13 km bis ins Ziel. 13 sehr lange Kilometer. Es warteten noch einige schlammige Trails auf uns. Meine Schaltung mochte den Schlamm zum Schluss gar nicht mehr und zickte etwas rum. Dabei war das eigentlich meine Aufgabe.

 

 


Zwischendurch legte ich immer mal wieder einen Fotostop ein.

 


Am Ende der Fahrt kam sogar immer mehr die Sonne durch. Doch bei der Strecke blieb kein Rad und kein Teilnehmer sauber. Fangopackung für Radler sozusagen. Mein Schnitt litt auf den letzten Kilometern etwas unter meiner Kraftlosigkeit. Bis ich an meine Form vom letzten Herbst anschließen kann, dauert es wohl noch etwas.

 

Nach 50 km und 3 Stunden Fahrtzeit erreichte ich dann etwas durch gefroren das Ziel. Wieder drei Punkte für die Jahreswertung erradelt und eine schöne und abwechslungsreiche Tour gefahren.


Dann zum Schluss noch in die Schlange gestellt. Einmal waschen, legen, föhnen bitte. Na gut, Rad sauber machen reichte mir auch.

 

In der Kantine traf ich noch einige Bekannte, teilweise aus Düsseldorf und Moers. Die Trophy ist weit über Westfalen hinaus bekannt. Bei Kaffee und Kuchen ließ ich, trotz Diät, den Radtag ausklingen.

 

740 Biker/innen fanden an den Start. Das finde ich schon beachtlich bei den Temperaturen. Nächsten Sonntag geht es dann in Aplerbeck weiter. Da kann ich quasi zu Fuß hin. Aber ich werde wohl das Rad nehmen und auf der 56er Strecke starten. Die wird mit fast 800 Höhenmeter ein hartes Stück Arbeit, führt aber bis an den Rand des Sauerlandes. Eine schöne Strecke, die mich letztes Jahr ein Schaltwerk kostete. Dieses Jahr werde ich vorsichtiger sein.

15.1.17 21:06


Winterzeit - Radelzeit

08.01.2017

Der 1. Lauf zur Westfalen Winter Bike Trophy stand am 2. Januarsonntag an. Für mich der Einstieg in die Radsportsaison 2017.
So machte ich mich zeitig auf nach Capelle im schönen Münsterland. Viel sah man allerdings nicht von der Landschaft, da es ordentlich nebelte. Wie es sich für eine Winter Trophy gehörte herrschten sowieso winterliche Bedingungen. Temperaturen um die 0 Grad, Eis und etwas Schnee mahnten zur Vorsicht. Ich startete mit meinem MTB Bully, das man mit etwas gutem Willen als Youngtimer bezeichnen könnte (17 Jahre alt). 
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10 Uhr sollte Start sein, aber aufgrund der Witterung ließ man uns erst eine halbe Stunde später starten. Das brachte zwar auch nicht viel, aber was soll´s. Dafür hatte man Zeit zum quatschen. Einige bekannte Gesichter traf ich jedenfalls. Selbst die Moerser waren am Start.
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Nach einer kurzen Ansprache ging es dann gemächlich los. Da ich 7 Wochen wegen Krankheit nicht fahren konnte, nahm ich mir nur die 36 km Strecke vor. Und ich ließ mir Zeit. Zur Sicherheit lief mein neues Garmin-Navi mit dem Track mit. Das sollte sich noch bewähren.

Anfangs auf der Straße war etwas Schneematsch. Kurz zuvor war aber noch ein Streufahrzeug durchgefahren. Anders sah es dann auf den Wald- und Feldwegen aus. 
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Gefrorener Matsch und Schneereste verlangten eine sichere Fahrweise. Zumindest gab es dieses Mal keinen tiefen Schlamm. Mein Schaltwerk nahm das mit Freude zur Kenntnis und funktionierte problemlos.

Zunächst führten verschlungene Wege nach Südkirchen, bevor es durch Wald und Park zum Schloss Nordkirchen ging.
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Die Statuen im Schlosspark wirkten eher gespenstisch. Da fiel mir spontan ein alter Gruselfilm ein: The Fog, Nebel des Grauens. 
Also schnell weiter bevor es mich holte. 

Dann war die 1.Kontrolle an der Orangerie des Schlosses erreicht. Hier ließ ich nur stempeln. Verpflegung brauchte ich nicht. Wird mal Zeit abzunehmen. Und Wasser hatte ich genug im Trinkrucksack. 

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Die Orangerie hatte mehr Ähnlichkeit mit einem Geisterschloss. Kalt lief es mir den Rücken runter. Kann aber auch nur die Kälte gewesen sein. 
Ich fuhr weiter. Kurz darauf die Streckenteilung. Ich ließ die 52 km Strecke links liegen und bog rechts auf die 36er ab. 

Die Schlammpassage durch den Wald, die mich letztes Jahr ein Schaltwerk kostete, umfuhr ich dieses Mal über die ausgeschilderte Straßenroute.
Leider fehlte dann ein Teil der Schilder. Aber mein Navi konnte da glänzen. So erreichte ich die 2. Kontrolle auf einem Bauernhof.
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Auch hier wieder nur Stempel holen und weiter ging es. Die Kilometer bis zum Ziel wurden jetzt schon einstellig. 

Aber ein paar Schwierigkeiten warteten noch. Die Strecke war geändert worden und wich von der in meinem Navi ab. Zum Glück fehlten hier aber keine Pfeile mehr. Erst als ich wieder auf der Navistrecke war, hatte Jemand Pfeile abgerissen und auf den Boden geschmissen. Dank Navi aber kein Problem. Es gab auch noch ein paar rutschige Waldpassagen. 
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Danach ging es dann nach Capellen zurück. Hier waren die Straßenverhältnisse mittlerweile wieder gut. Durch die Ortschaft fuhr ich zum Ziel. 
Nach etwas über 36 und mehr als zwei Stunden war ich im Ziel. Der Schnitt betrug über 16 km/h, was für Gelände und Eis und Schnee gar nicht so schlecht war. An meiner Form muss ich nach der langen Pause noch arbeiten, aber ich war ganz zufrieden. Es hat trotz der Bedingungen richtig Spaß gemacht. Beneidet habe ich allerdings die wenigen Cyclocrossfahrer. So ein Rad hätte ich auch gerne, statt MTB. Rennlenker liegt mehr mehr wie der gerade Besenstiel. 
Ach ja, die Teilnehmerzahl habe ich leider noch nicht. Habe vergessen zu fragen. Reiche ich aber nach.

 

Nachtrag: Etwas über 500 Teilnehmer starteten in Capelle.

8.1.17 19:20


Jenny das Burgfräulein

25.09.2016

Der letzte Sonntag im September bescherte nochmal sommerliches Wetter. Und so machte ich mich nach der Mittagssonne mit meinem edlen Stahlross Bloody Mary auf den Weg nach Norden. Mir war zu Ohren gekommen das es dort im Münsterland Burgen und Schlösser geben sollte. Und was war ein Burgfräulein ohne Burg? Ich passierte die alte Handelsstadt Dortmund östlich und ritt, äh fuhr über Brechten und Brambauer gen Norden. Über Selm erreichte ich die Burg Vischering zu Lüdinghausen.

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Leider wurde mir der Einlass in den inneren Burghof und die Burg verwehrt. So mischte ich mich im vorderen Burghof unters Volk.
Wenigstens wurde Speis und Trank gereicht und ich konnte mich für die weitere Reise stärken.
Ich sattelte mein edles Ross und beschloss mein Glück in Nordkirchen zu versuchen. Dort sollte es ein gar prachtvolles Schloss geben.

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Entlang der Stever verließ ich Lüdinghausen und erreichte schließlich Schloss Nordkirchen.

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Das Schloss nannte man nicht umsonst das Versailles des Nordens. Auch hier wurde mir der Einlass verwehrt. Aber wer möchte auch so ein prachtvolles Schloss teilen? Doch eine Hoffnung auf ein Leben als Burgfräulein hatte ich noch. Schloss Cappenberg sollte mein nächstes Ziel sein.

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Ich genoss noch die prachtvollen Parkanlagen und verließ dann Nordkirchen Richtung Süden.

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Die braven Bauern brachten ihre Ernte ein. Gut so, denn durch ihre Abgaben konnte das Leben auf den Burgen und Schlösser erst ermöglicht werden.

Über Südkirchen traf ich dann in Cappenberg ein und suchte augenblicklich das Schloss auf.
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Aber bereits der Zugang verhieß nichts Gutes. Ich sollte doch glatt mein tapferes Ross vor den Toren stehen lassen.
Das kam natürlich gar nicht in Betracht.

So traute ich mich nur ein Stück in den Park.
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Ein Leben in der Scheune statt im hochherrschaftlichen Schloss? Hier wurde ich gewahr das sich meine Träume als Burgfräulein nicht erfüllen würden. So machte ich mich unverrichteter Dinge auf den Weg heim in meine Kemenate. Manchmal musste man sich halt mit dem zufrieden geben was man hatte. Und ich hatte immerhin mein treues Stahlross Bloody Mary und all die anderen Rösser in meinem kleinen Stall.

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Weiter gegen Süden reisend erreichte ich Lünen und querte die Lippe und den Datteln-Hamm-Kanal.

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Hinter Gahmen, kurz vor Derne stiess ich auf eine alte Trasse, wo sogenannte Dampfrösser fuhren. Das mussten gar gefährliche Maschinen sein, die der Hölle entsprungen waren. So ließ ich mir berichten. Doch jetzt wirkten diese Pfade sehr friedlich und so wagte ich meinen Weg fortzusetzen.

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Manches Mal schaute ich mich aber dennoch um, ob nicht irgendwo Gesindel im Busch lauerte. Keine anderen Reisenden die mir notfalls zu Hilfe geeilt wären. Aber ich überstand die Passage unbeschadet.

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Der Pfad führte mich nach Derne, wo in der Zeche Gneisenau Kohle, das schwarze Gold, gefördert wurde. Doch auch diese glorreichen Zeiten waren längst vorbei.

Durch den Ortskern erreichte ich wieder ländlichere Gefilde. Über Scharnhorst und Brackel erreichte ich dann meine heimatliche Kemenate südlich des Dortmunder Stadtkerns.

Bei sommerlichen Temperaturen, viel Sonne und ein paar Wolken ging meine Reise nach über 90 km dem Ende zu. Mit einer Reisegeschwindigkeit von knapp 18 km/h konnten Bloody Mary und ich die Burgen, Schlösser und Landschaften in Ruhe genießen.
Der Aufstieg zum Burgfräulein blieb mir verwehrt, aber vielleicht wäre mir das Leben also solches auch viel zu langweilig geworden.
7.10.16 10:39


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