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Fahrradmesse Essen 2016

26.02.2016

Das letzte Februarwochenende fand wieder die Fahrradmesse in Essen statt. Am Freitag reiste ich Morgens mit dem Zug an um mich auf der Messe über alle Neuigkeiten rund ums Rad zu informieren.


Nach dem Einlass um 10 Uhr ging es erst einmal an den Ständen einzelner Reiseregionen vorbei, wo auch Radfahrer beworben wurden. In Halle 9 blieb ich dann erst einmal am Trialparcours hängen, wo die Jungs von Bike in Motion mit ihren Trialvorführungen begeisterten. So viel Fahrradbeherrschung hätte ich auch gerne.

 

Danach schaute ich mich nebenan auf dem Stand von ergotec um. Hier fand man alles vom Lenker, Vorbau, Griffen, Pedalen und Sattel um ein Rad ergonomisch den eigenen Bedürfnissen anzupassen.

 

Nächster Anlaufpunkt war für mich dann die Firma Koga, für deren Rennräder ich zugegebenermaßen seit den 80er Jahren ein Faible habe. Dementsprechend ausführlich fiel daher mein Besuch des Standes aus. Neben einigen Gesprächen zu den verschiedenen Modellen, konnte ich mir eine Probefahrt des Koga Beachracers nicht verkneifen. Dazu werde ich noch einen separaten Fahrbericht verfassen.

 

Für Rennradfahrer und Radreisende hält Koga einige interessante Modelle parat. Besonders auffällig waren die Modelle vom Rahmenbauer Van Nicholas. Die Titanrahmen haben natürlich ihren Preis, bestechen aber durch eine tolle Optik und gute Verarbeitung. Zwischen 5.000 € und 6.500 € gehen für eines der Modelle, je nach Ausstattung über den Ladentisch.


Das Reiserad Pionier ist mit 14-Gang Rohloffnabenschaltung, Gatesriemen statt Kette, hydraulischer Magurafelgenbremse und SON 28 Nabendynamo sehr robust und langlebig ausgestattet. Dazu kommt ein Ledersattel und Ledergriffe von Brooks, eine Truvativ Stylo Kurbel und breiter Schwalbe Marathon Supreme Bereifung. Genau das richtige Rad für lange Strecken.

 

Wer es etwas sportlicher mag, für den ist der Yukon Randonneur vielleicht die richtige Wahl. Ebenfalls mit Rohloffschaltung und Gatesriemen ausgestattet, erscheint das Rad ähnlich robust wie der Pionier. Doch beide sollte man vielleicht nicht länger irgendwo stehen lassen. Sowohl Optik als auch Ausstattung könnten Begehrlichkeiten bei Fahrraddieben wecken. Gute Schlösser sind also wichtig für die Tour.

 

Aber natürlich gab es auch Modelle für den „einfacheren“ Geldbeutel. Der WorldTraveller29 erscheint für 2.300 € schon deutlich erschwinglicher. Dafür bekommt man einen Aluminiumrahmen mit Vollcarbongabel. Eine Shimano SLX-Gruppe mit 30 Gängen treibt das Rad über Kette an. Hydraulische Magura HS 11 Bremsen verzögern das Rad. Das Hinterrad ist mit 40 Speichen besonders robust für den Gepäcktransport ausgeführt. Also auch hier erprobte und robuste Technik für lange Touren.

 

 

Ich gebe ja ehrlich zu, das ich keine Freundin von Carbonrahmen bin. Aber dann blieb ich doch beim Durado Disk mit Carbonrahmen und Gabel hängen. Mit der Ausführung wie sie auf der Messe stand, fuhr der Abenteurer Mark Beaumont von Kairo über 10.000 km bis nach Kapstadt. Ein echtes Langstreckenrad also. Das sieht man ihm auch an. Viele Randonneur-Herzen schlagen beim Anblick dieses Rades sicher höher. Für mich war es vor allem ein sehr anschauliches Beispiel von der Unterbringung von Gepäck am Rennrad für zukünftige Brevets. Die Ausstattung des Rades mit einer 2x11 Gänge Shimano Ultegraschaltung mit Kompaktkurbel und hydraulischer Scheibenbremse ist schon mal technisch auf der Höhe der Zeit. Dazu die Mavic Aksium Laufräder mit 25 mm Faltreifen. Das besondere an dem Modell von Mark Beaumont waren die Taschen von Apidura. Diese bieten sicher auch die Möglichkeit andere Rennräder zum Brevetrad umzubauen. Wie weitere Recherchen dann ergaben gibt es die einzelnen Taschen in verschiedenen Größen zu Preisen ab knapp 100 €.

 

Auf der Messe gab es noch viel zu sehen. Darunter so kurios Aussehendes wie die Klappräder von STRiDA. Mit Preisen ab knapp 900 € sicher nicht billig, aber echt auffällig. Ob das Konzept gegenüber anderen Klapprädern einen echten Vorteil hat, vermag ich nicht zu sagen.

 

Auch Brompton war mit einem Stand vertreten und bemüht sich offensichtlich die Räder immer kompakter im zusammen geklappten Zustand zu machen. Generell scheint es so als wenn es für Klappräder durchaus einen Markt gibt. Auf der Messe waren jedenfalls einige Hersteller, wie auch Tern präsent.

 

Bei Schauff wurde die Fahne der Tandems hoch gehalten. Direkt drei verschiedene Modelle waren auf dem Stand zu bewundern. Das ging vom einfachen Tourentandem für den Sonntagsausflug, bis zum sportlicherem Reisetandem für den großen Urlaub zu Preisen zwischen 1.900 € und 5.300 €, je nach Rahmen und Ausstattung.

 

Ein etwas einfaches Lastenbike mit nostalgisch/moderner Optik fand ich bei Batavus mit dem Quip. Mit 600 € ein preiswerteres Stadtrad für den etwas größeren Einkauf.

 

 

In eine ähnliche Richtung ging das Electra Delivery für 900 €. Mit beiden möchte ich aber keine längere Strecke zurück legen müssen.

 

Da ich bisher mangels Interesse noch nie ein Liegerad fuhr, wollte ich das auf der Messe mal ändern, einfach um auch mal über den Tellerrand zu schauen. So machte ich es letztes Jahr mit Pedelecs. Deshalb verschaffte ich mir erst mal einen Überblick und stieß vor allem auf Hase Bikes und Icletta. Schnell wurde mir klar das für eine Probefahrt ein dreirädiges Liegebike sinnvoll war.

Das Kettwiesel Evo wurde etwas umständlich auf meine Größe eingestellt, indem mehrere Schrauben gelöst und der Rahmen schwergängig ausgezogen werden musste. Und dann konnte es losgehen. Den genauen Fahrbericht werde ich noch separat schreiben. Nur so viel schon mal, auf einem Liegerad hat man ein anderes Fahrgefühl wie auf einem „normalen“ Rad. Mich konnte es nicht überzeugen. Aber eine interessante Erfahrung war es allemal. Mit 4.400 € gehört das Hase Trike auch eher zu den hochpreisigen Rädern. Der Preis resultiert natürlich auch aus der Komplettfederung, den Scheibenbremsen und dem Klappmechanismus.

 

Natürlich gab es auch einiges an mehr oder weniger sinnvollem Zubehör fürs Rad zu bewundern. Aufgefallen sind mir z.b. die Trinkflaschen Bi-Bell der niederländischen Firma smart-cycling. Diese wenden sich speziell an Rennradfahrer die an ihrem Rad keine Klingel haben. Praktischerweise ist die Klingel direkt in die Radflasche integriert. Allerdings sollte der Flaschenhalter eine V-förmige Aussparung haben, damit die Flasche passt.

 

Bei der Firma Schmidt gab es nicht nur die bekannten SON Nabendynamos und die Edelux Scheinwerfer, sondern auch passende LED-Rücklichter mit Aluminiumgehäuse.

 

Mich sprachen natürlich auch die schicken Handtaschen von Basil an, die mit einem integrierten Halter einfach am Gepäckträger eingehangen werden können. Wir Frauen denken ja durchaus praktisch.

 

Interessant fand ich auch die Anhänger von Roland, da ich durchaus darüber nachdenke mir in Zukunft einen Anhänger zum Transport von Einkäufen zuzulegen. Verschiedene Modelle für unterschiedliche Zwecke und Geldbeutel zeugen von dem reichhaltigen Programm des Herstellers. Da fällt die Wahl gar nicht so einfach.

 

In der Halle 4 fiel mir dann auch noch der Stand der Emschergenossenschaft auf. Da die Emscher auch durch meine Heimat fließt und ich dort öfters mit dem Rad unterwegs bin, war ich natürlich auch an weiteren Informationen über den Fluss interessiert. Der Stand war mit einer liebevoll gestalteten Picknickszene dekoriert und machte Lust auf Pause. Neben dem Emscherweg als Radreiseroute holte ich mir auch Infos über die Römer-Lippe-Route. Bis Mitte September gibt es an der Emscher auch noch die Installationen der Emscherkunst 2016 zu bestaunen. Noch ein Grund also mal wieder die Emscher entlang zu fahren.

 

Auch die Grenzregionen sind für Radfahrer interessant. Von der Vennbahnroute die zwischen Aachen und Luxemburg verläuft und durch Belgien führt, hatte ich schon einiges gehört. Eine Strecke die man mal für die Zukunft ins Auge fassen sollte.

Auch das deutsch-niederländische Grenzgebiet ist ein interessantes Reiseziel. In Kranenburg kann man dann sogar vom Fahrrad auf die Draisine umsteigen und über die Grenze fahren.

 

Ein Stück weiter dann ein kleiner Stand des Radsport Verbandes NRW. Hier werden speziell ältere Radfahrer angesprochen. Ich fände es ehrlich gesagt viel wichtiger mal die Jugend anzusprechen. Viele Radsportvereine in NRW haben erhebliche Nachwuchsprobleme. Da sollten sich der Verband und einige Vereine auch wirklich mal Gedanken machen, wie man die Jugend wieder mehr für Radsport interessiert. Das ist mit eingefahrenen Wegen sicher nicht möglich. Ideen wie die Westfalen Winter Bike Trophy beweisen das das durchaus möglich ist.

 

Einen sehr großen Stand nahm auch das Projekt Radschnellweg Ruhr ein. Hier konnte man sich ausführlich über Planung und Gestaltung des künftigen Radschnellweges zwischen Duisburg und Hamm informieren. Die Umsetzung erfolgt hoffentlich auch so wie geplant, denn hierauf haben viele Radfahrer im Ruhrgebiet schon gewartet. Die einheitliche Gestaltung des Schnellweges und der Rastplätze ist sicher auch eine gute Idee mit hohem Wiedererkennungswert. Überhaupt scheint es an guten Ideen nicht zu mangeln. Hoffentlich gilt das auch für die Finanzierung des Projektes. In einem extra Bericht werde ich mich ausführlicher damit beschäftigen.

 

Es gab auch wieder einige Schnäppchen zu machen und so wanderte eine SKS-Rahmenpumpe für eines meiner Rennräder für nur 3 € in meinen Rucksack. Nachdem ich mir die Füße wund gelaufen hatte, machte ich mich Nachmittags wieder mit dem Zug auf den Nachhauseweg. Den Rucksack voll mit Infomaterial und die Kamera voller Fotos. Langweilig war es auf der Messe nicht, ich habe einige neue Erkenntnisse gewonnen. Und das sollte ja der eigentliche Sinn der Veranstaltung sein. In einem Jahr werde ich wieder dort sein und berichten.

6.3.16 17:58
 


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